Maibummel 2024 der Seniorinnenriege

Dem Walensee entlang von Wesen nach Betlis

Nachdem Rosmarie Zogg und Nelly Thierling jahrelang die Ausflüge der Seniorinnen organisiert haben, haben Marianna Müller und Claire Koller die Aufgabe übernommen, den Maibummel 2024 zu gestalten.

Wir fahren mit dem Zug bis nach Ziegelbrücke und von dort mit dem Bus bis zur Haltestelle Weesen/Autis. Nach einem kurzen Spaziergang sehen wir schon das Seebistro LAGO MIO. Hier gibt es Kaffee und Gipfeli, die wir unter lauschigen Bäumen am Seeufer geniessen können.

Auf dem Weg dem See entlang gehen wir zeitweise unter grossen Stahlnetzen, die die Felsen aufhalten sollen, die von den steilen Felsvorsprüngen auf die Strasse hinabkullern können. Die Vorstellung, dass es da schon hin und wieder einen Felssturz gegeben hat, ist schon etwas beängstigend. Aber wir schwatzen einfach fröhlich miteinander und kommen bestens durch diese Passagen.

Wir freuen uns an den schönen Frühlingsblumen, denn neben den Tulpen in den Gärten kommen aus den Felsritzen bereits Akelei und Natternkopf hervor. Und wir geniessen das schöne Föhnwetter mit strahlend blauem Himmel, an dem nur ab und zu ein kleines weisses Wölkchen zu sehen ist.

Dann rätseln wir, wie der Höhenzug und das Sportzentrum auf der anderen Seite des Walensees heissen – das müssten wir doch wissen, da waren wir doch auch schon mal, lässt uns unser Gedächtnis jetzt wirklich so sehr im Stich? Ah, nein, jetzt kommt es uns wieder in den Sinn: Das ist der Kerenzerberg mit dem Sportzentrum Filzbach!

Ebenfalls ein Rätsel ist vorerst, wie die einspurige Strasse mit den engen Tunneln von den Autos befahren werden kann, wenn es doch keine Ausweichstellen gibt. Erst am Nachmittag finden wir die Lösung auf einer Hinweistafel: Jeweils stündlich darf man um halb und um Punkt 8/9/10/usw. von Weesen nach Betlis fahren, jeweils Viertel vor und Viertel nach ist die Fahrt in die umgekehrte Richtung erlaubt.

Vom Weg aus sehen wir schon bald den Picknickplatz in Betlis, wo wir eigentlich bräteln und zu Mittag essen wollten. Aber offenbar ist er schon besetzt, denn man sieht eine Rauchsäule aufsteigen. Erst als wir dort sind, merken wir, dass Erich und Peter, die Männer von Claire und Marianna, das Feuer für uns vorbereitet haben, sodass wir nur noch das Grillgut auf den Rost legen müssen. Das schätzen wir natürlich sehr, genauso wie den Apero, den die beiden uns offerieren. Herzlichen Dank dafür!

Bei angeregten Gesprächen sitzen wir ums Feuer oder am Wasser. Einige halten sogar schon die Füsse ins kalte Walensee-Wasser. Sie ziehen sie aber schnell wieder zurück, als ein Schwan ganz interessiert auf der Suche nach Futter in ihre Nähe schwimmt.

Nach dem Essen können sich nur 8 von den 27 anwesenden Frauen entschliessen, noch bis zu den imposanten Seerenbachfällen zu wandern. Susanne erzählt: «Das Wasser donnert in drei Stufen über die senkrechte Felswand. Die mittlere Stufe ist mit 305m Fallhöhe der höchste Wasserfall in der Schweiz. Wir konnten ganz nahe beim tosenden Wasser stehen. Der Wassernebel wirkte wie eine kühle Brise und sorgte nach dem anstrengenden Aufstieg für eine angenehme Erfrischung.»

Später kommen die acht Frauen wieder zu den anderen, die gemütlich im Garten des Restaurants «Burg Strahlegg» bei Kaffee und Kuchen sitzen. Die Getränkerunde wird bezahlt, danke Katrin!

Von Betlis fahren wir mit dem Schiff zurück nach Weesen. Jetzt schieben sich dunkle Wolken vor die Sonne. Das ist uns gerade recht, weil wir so keinen Sonnenstich befürchten müssen.

Fröhlich treten wir die Rückreise an und kommen wohlbehalten wieder zurück nach Wetzikon. Danke, Marianna und Claire, für die gute Organisation! Es hat bestens geklappt, ihr dürft das wieder einmal machen.